Interview mit Fotografin Lena Scherer
Fotografie Interview Mode

Interview mit Fotografin Lena Scherer

Lena Scherer ist Fotografin. Doch anders als die meisten anderen Fashion Fotografen, fotografiert sie vermehrt, neben herkömmlicher Mode und Portraits, im Fair Fashion Bereich. Im Interview mit dem Fair Fashion Blog hat sie sieben Fragen beantwortet.

Wieso hast du dich dazu entschieden, vermehrt nachhaltige Mode zu fotografieren?

Bewusstes Verhalten/Konsum ist schon einige Zeit ein Thema für mich. Dann bin ich zehn Monate von Alaska nach Peru gereist. In dieser Zeit habe ich angefangen noch kritischer über Mode und Ernährung nachzudenken. Nach der Rückkehr nach Deutschland wurde ich Vegetarierin und habe mein Kaufverhalten umgestellt. Nachdem ich nun privat einen nachhaltigeren Lebensstil pflegte, fühlte es sich irgendwie falsch an, beruflich ausschließlich die reguläre Modewelt zu unterstützen. Also stellte ich mich langsam auch als Fotografin um und arbeitete mich in die Nische der Fair Fashion ein. Das heißt nicht, dass ich nur nachhaltige Modelabels fotografieren kann. Dafür reichen oft die Budgets (noch) nicht. Aber langfristig hoffe ich, dass alle meine Kunden nachhaltig und fair sind.

Mit welchen Fair Fashion Labels hast du bereits zusammen gearbeitet?

Jan ‘N June, Lana Organic, mp Hamburg, Sloww und einer Mischung aus Labels z.B. für das Peppermynta Mag.

Was ist dein aktuelles bzw. was war dein letztes Fair Fashion Projekt?

Glücklicherweise einige in den letzten Wochen. Mit Jula und Anna von Jan ‘N June habe ich zum Beispiel ein Buchprojekt umgesetzt und gerade bin ich an der Nachbereitung einer Fotostrecke für Lana Organic.

Kannst du ein paar Fair Fashion “Hotspots” in Hamburg empfehlen?

Die B-Lage ist ein super Ort um schöne Dinge, aber auch tolle Menschen aus der Fair Fashion Szene zu finden. Und in der Marktstrasse gibt es einige Läden, die ausschließlich nachhaltige Mode verkaufen.

Ist Nachhaltigkeit ein Thema, dass dich über den Job hinaus beschäftigt?

Deine erste Frage beantwortet es. Erst hat es mich privat beschäftigt, und mich dann auch im Job nicht los gelassen.

Wolltest du schon von klein auf Fotografin werden?

Mit 12 hatte ich meine erste Kamera in der Hand. Aber erst mit 17 wusste ich, dass ich Fotografin werden will. Ich bin sehr, sehr dankbar, dass ich meine Leidenschaft zum Beruf machen konnte.

Welche Fair Fashion Brands gefallen dir gut?

Ich bin ein großer Fan von Jan ‘N June. Das Schweizer Label Jungle Folk macht tolle Sachen. Die neuere Kollektion von Lana Organic ist super, den Stil von Closed Official mag ich sehr und persönlich trage ich die Jeans von Kings of Indigo gern.

Bildquelle: © Julia Marie Werner

Auch interesseant

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.