Interview mit dem Gründer von Noani

Interview mit dem Gründer von Noani

Fabian Stadler ist der Gründer des nachhaltigen, veganen Accessorielabels Noani, welches Gürtel u.a. aus Ananas- und Eukalyptusfasern herstellt. Im Interview mit dem Fair Fashion Blog hat er acht Fragen beantwortet.

Wieso hast du dich dazu entschieden, nachhaltige und vegane Gürtel herzustellen?

Wenn man sich selbst die Frage stellt, wie Leder produziert wird, wird man nach Alternativen suchen, diese haben aber nicht unseren Vorstellungen entsprochen. Begründung: Noani verwendet kein echtes Leder. Neben Tieren, die unter schlechten Bedingungen gehalten werden, und Grausamkeiten werden die meisten Lederprodukte in Gerbereien in Niedriglohnländern mit giftigem Chrom gegerbt. Das betrifft nicht nur die Produktionsarbeiter, sondern auch die Umwelt. Das Grundwasser ist stark verunreinigt und das Krebsrisiko steigt für Menschen, die in Gerbereien arbeiten oder in der Nähe leben, enorm. Die Auswirkungen des Klimawandels allein sind überwältigend. Die Fleisch- und Lederproduktion ist für 18% aller von Menschen verursachten Treibhausgase in der Welt verantwortlich, wobei eine einzige Kuh jährlich 8,35 kg Methan ausstößt. Vergleichen Sie dies mit dem Transport, der nur 13% der weltweiten Treibhausgasemissionen ausmacht. “Good Design is Sustainable Design.” -Imran Amed

Welche Materialien werden zur Herstellung der Gürtel verwendet?

Umweltfreundlich: Noani’s vegane Gürtelkollektion besteht aus innovativen Materialien wie Eukalyptusfasern und recyceltem Polyester.

Eucalyptusfasern: Die verwendeten Eukalyptusfasern werden in nachhaltiger Forstwirtschaft und in einem geschlossenen Kreislauf ohne Einsatz von Genmanipulation oder Pestiziden angebaut. Die Eukalyptusfaser besitzt ein unvergleichliches Festigkeitsprofil bei gleichzeitig äußerst geringem Energie- und Wassereinsatz.

Produktionstransparenz und soziale Verantwortung gegenüber den Arbeitnehmern spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, von der Faserproduktion bis zur Lieferung. Alle Schritte im Herstellungsprozess erfüllen die sozialen Kriterien, die auf den Kernstandards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) basieren. Zu den Standards gehört beispielsweise die freie Wahl der Beschäftigung, das Verbot von Kinderarbeit und die Zahlung von Mindestlöhnen.

Recycelter Polyester: Polyester ist in der Bekleidungsindustrie weit verbreitet, da das Material haltbar, elastisch, knitterarm und leicht zu reinigen ist. Bei der Produktion von Noani-Gürteln verwenden sie ausschließlich recyceltes Polyester, da dieses deutlich wenige Wasser und Energie verbraucht als normales Polyester. Zusätzlich wird natürlich weniger Abfall erzeugt, wenn Polyester wiederverwendet wird.

Auf den ersten Blick sehen die Gürtel aus wie “echte Lederware”. War es dir wichtig, eine gewisse “Lederoptik” beizubehalten?

Für uns war es wichtig, dass die Gürtel eine echte Alternative zu einem Ledergürtel sind.
Dazu gehört natürlich auch die Optik. Der Kunde soll keinen Unterscheid zu seinem Ledergürtel merken, aber er kann dabei ein gutes Gewissen haben.

Sind neben Gürteln noch weitere, vegane Accessories geplant?

Eine Taschenkollektion ist bereits in Planung und wird Anfang 2018 auf den Markt kommen, wieder mit innovativen und veganen Materialien. Lasst euch überraschen!

Wie bist du auf den Namen “Noani” gekommen? Steht er für etwas bestimmtes?

Der Name Noani ist ziemlich einfach erklärt, er steht für No Animal. All unsere Kollektionen werden immer aus veganen Materialien produziert und sind Peta Approved Vegan.

Wo werden die Gürtel hergestellt?

Unsere Produktion ist im Norden Italiens, dort wird in einer kleinen Manufaktur nach unseren Vorgaben produziert.

Ist Nachhaltigkeit ein Thema, dass dich über Mode hinaus beschäftigt?

Nachhaltiger Konsum heißt für mich, so leben, dass alle Menschen heute und in Zukunft auch so leben können, ohne dass das ökologische Gleichgewicht aus den Fugen gerät. Das Ziel sind global verallgemeinerbare Konsummuster. Einzelne Maßnahmen wie Car-Sharing oder Bio-Lebensmittel sind Mittel, dieses Ziel zu erreichen.

Was erhoffst du dir für die Zukunft?

Unser Ziel ist es weiter zu expandieren, vor allem im Einzelhandel wollen wir in mehr Ländern präsent sein. Wir wollen aber auch zeigen, dass verantwortungsvoll hergestellte Accessoires absolut modern aussehen können und das bei hoher Qualität und Langlebigkeit.

Interview mit dem Gründer von Noani

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Bildquellen: © Noani

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